Erfindung eines Verbrechens – Der Fall Diogo | Podcast-Tipp
- tonbandpodcast
- 20. Dez. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Ein Podcast, der nicht nur einen Todesfall untersucht, sondern zeigt, wie schnell aus Vermutungen mediale Gewissheiten werden. Wer sich für investigative Recherchen und Medienkritik interessiert, sollte hier reinhören.

Der Podcast Erfindung eines Verbrechens erzählt die Geschichte von Manuel Diogo, einem mosambikanischen Vertragsarbeiter, der 1986 tot neben Bahngleisen in Brandenburg gefunden wurde. Jahrzehntelang galt sein Tod als Unfall. Doch viele Jahre später entsteht plötzlich eine andere Erzählung: Neonazis sollen ihn ermordet haben, die Stasi habe alles vertuscht. Diese These wird von großen Medien aufgegriffen und prägt die öffentliche Wahrnehmung.
Die Journalistinnen Anja Reich und Jenni Roth rekonstruieren den Fall akribisch neu. Sie sprechen mit Zeugen, Historikern und Ermittlern, werten Akten aus und stellen unbequeme Fragen. Was macht eine Geschichte glaubwürdig? Wie entstehen Narrative und warum halten sie sich selbst dann, wenn offizielle Ermittlungen keine Beweise liefern?
Der Podcast überzeugt durch journalistische Tiefe, Transparenz und den Mut, auch mächtige Medien kritisch zu hinterfragen.
Erfindung eines Verbrechens: Der Fall Diogo – Key Facts
🎙️ Von: Berliner Zeitung
📂 Format: Investigativer True Crime Podcast, 8 Episoden
⏱️ Länge: ca. 30 bis 45 Minuten pro Folge
📅 Veröffentlichung: 2020 bis 2024
„Dieser Podcast handelt weniger von einem Verbrechen als von der Frage, wie Geschichte erzählt und manchmal auch erfunden wird.“
Wo hören
🎧 Spotify, Apple Podcasts & überall, wo es Podcasts gibt
.png)



Kommentare